Atemübungen

Atemübungen der Praxis für Psychotherapie, Barbara Schlemmer, Dipl. Psychologin
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Der Atem ist ein Geschenk des Lebens. Nur wenn wir atmen, leben wir. Zwischen dem ersten Einatmen und dem letzten Ausatmen liegt unser ganzes Leben. Das Atmen geschieht immer im selben Augenblick. Nicht gestern. Nicht heute.

 

Der Atem fließt dabei in seinem eigenen Rhythmus. Er fließt im ewigen Rhythmus der Natur. So wie die Wellen des Meeres an den Strand gespült werden und sich wieder zurückziehen in die unendlichen Weiten des Meeres, so fließt der Atem in uns hinein und wieder hinaus. Es atmet uns sozusagen. Man braucht nichts dafür zu tun. Er fließt von allein. Mal schneller. Mal langsamer. Mal tiefer. Mal kürzer. Der Atem passt sich unserer jeweiligen Lebenssituation an.

 

Meist sind uns die Atembewegungen nicht bewusst. Wie andere Bewegungen im Innern unseres Körpers auch. Dennoch kann es gut sein, sich den Atem bewusst zu machen. Beispielsweise um aus stressigen Situationen, aus Angst, aus Verzweiflung, aus Depression, über den Körper zum Geist, wieder zur Ruhe zu kommen. Bewusst atmen beruhigt. Atmen und zur Ruhe kommen. Übungen können dabei helfen, zu bewussten/unbewussten Geistesanteilen zu gelangen und diese zu beeinflussen.

 

„Der Körper ist immer im Hier und Jetzt, deshalb kann er am besten eine Regulationsphysiologie bahnen. (…) Der Körper sagt dem Gehirn auf diese Art und Weise: Alles ist gut.“ (Astrid Vlamynck)

 

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihnen die Übungen wegen einer Erkrankung gut tun könnten, sprechen Sie vorher bitte noch einmal mit dem Arzt Ihres Vertrauens.

 

„Mein Leben ist nicht diese steile Stunde, darin du mich so eilen siehst. (…) Ich bin die Ruhe zwischen zweien Tönen, die sich nur schlecht aneinander gewöhnen. (…) Aber im dunklen Intervall versöhnen…“ (Rainer Maria Rilke)

 

Atemübung 123/4
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Atemübung 5 Finger
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