Gesprächstherapie:

Gesprächstherapie im Saarland in der Praxis für Psychotherapie und Psychologie in Saarwellingen/Kreis Saarlouis/Saarland
Gesprächstherapie im Saarland in der Praxis für Psychotherapie und Psychologie in Saarwellingen/Kreis Saarlouis/Saarland (CC0)

Die Gesprächspsychotherapie ist im September 2002 durch den "Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" als wissenschaftlich anerkannt eingestuft worden. Sie wird als wichtiger, integraler Bestandteil einer psychotherapeutischen Grundversorgung angesehen.

 

Der Psychologe Carl Rogers entwickelte sie  um 1940 in den USA. In Deutschland wurde sie seit 1975 hauptsächlich durch die Psychologen Reinhardt und Annemarie Tausch eingeführt und verbreitet.

 

Seit Bestehen der Konzepte hat sich die Gesprächspsychotherapie kontinuierlich weiter entwickelt: Von dem "non-direktivem" Ansatz zwischen 1940 und 1950, über die "Klientenzentrierung" ab 1950 und über die Betonung des "besonderen Therapeutenverhaltens" im Rahmen der Therapie (Rogers, 1957), bis hin zur "zielorientierten, klärungsorientierten Psychotherapie" (Sachse, 1992, 1996, 2003).

 

Die theoretischen Konzepte basieren auf Kernaussagen von Carl Rogers, der darin die Einzigartigkeit und die Selbstaktualisierungstendenz (Tendenz zur Weiterentwicklung) des Individuums betont.

 

"Erleben und Wahrnehmen, Fühlen, Denken, Handeln" eines Menschen seien durch sein jeweiliges "Selbstkonzept" bestimmt. Das Selbstkonzept, das "innere Bezugssystem", enthalte für das Verhalten und Erleben wichtige Annahmen, entstehe im Laufe des Lebens, enthalte wichtig gewordene Strategien und liefere so den Rahmen für das Leben wie auch für neue Erfahrungen.

 

Psychische Störungen würden dann entstehen, wenn neue Erfahrungen nicht mehr in ein starr gewordenes Selbstkonzept integriert werden könnten. Innere Spannungen wären die Folge, Störendes träte an die Oberfläche.

 

Im Laufe einer Gesprächspsychotherapie könne es nun dem Patienten durch einen einfühlenden, wertschätzenden und authentischen (wahrhaftigen) menschlichen Kontakt mit dem Therapeuten ermöglicht werden, sein Selbstkonzept neu zu organisieren, so dass neue wie alte Erfahrungen integriert werden könnten.

 

Die Selbstaktualisierungstendenz des Menschen sei dabei der Antrieb, die Grundlage, stelle so den Motor der Bewegung nach Aktualisierung dar. Sie sei ein zentrales Motiv eines jeden Menschen und führe zur Weiterentwicklung des Individuums in Bezug auf das eigene Selbst wie auch in Bezug auf den Selbstwert.

 

Die Gesprächstherapie nach Carl Rogers ist eine wichtige Grundlage der therapeutischen Arbeit in meiner Praxis für Psychotherapie und Psychologie in Saarwellingen, Kreis Saarlouis, Saarland.

 

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