Hypnosetherapie

"Hypnose hilft auch dann, wenn alles andere versagt!"

 

So sagte bereits J. Braid, britischer Arzt und Hypnosetherapeut im 19. Jh. und an dieser Aussage darf man auch im 21. Jahrhundert festhalten.

 

Denn Hypnose gehört mit zu den Verfahren, dessen Therapieerfolg wissenschaftlich gut belegt ist.

 

Am 27.3.2006 hat der „wissenschaftliche Beirat Psychotherapie“ in Berlin festgestellt, “ dass die Hypnosetherapie bei Erwachsenen für Behandlungen in folgenden Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann: psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten sowie Abhängigkeit und Missbrauch… Die kurzfristige Wirksamkeit der Hypnosetherapie bei Kindern und Jugendlichen zur besseren Bewältigung von Chemotherapien bei Krebserkrankungen und weiteren medizinischen Interventionen ist belegt.“

 

Eine Metaanalyse aus dem Jahre 1995 (Irving Kirsch, Universität Connecticut) belegt zudem, dass Hypnose in Kombination mit kognitiv-verhaltenstherapeutischer Behandlung eine doppelte Effektstärke aufzeigt gegenüber einer alleinigen psychotherapeutischen Behandlung. Ähnliches gelte auch für so genannte psychodynamische und tiefenpsychologische Behandlungen.

 

Es lässt sich daraus folgern, dass wenn man Hypnose einer Behandlung hinzufügt, sich im Durchschnitt der Behandlungseffekt (unabhängig vom zu Grunde liegenden Störungsbild) verdoppeln lässt.

(Quelle: vgl. Burkhard Peter, Einführung in die Hypotherapie)

 

Hypnose bietet die große Chance, unser Unbewusstes und unser Körpergedächtnis, in den Heilungsprozess mit einzubeziehen.

 

Viele seelische Probleme lassen sich nicht alleine auf der Ebene von Verstand und Vernunft lösen.

 

Worte zu finden für ein verletztes “Innenleben“, ist oftmals nur in einem tiefen Zustand von Ruhe und Entspannung, in einem Zustand zwischen Wachsein und Schlaf, möglich.

 

Im Zustand der Hypnose finden wir Zugang zu den inneren Bildern, die uns begleiten. Diese Bilder sagen mehr aus als Worte oder Begriffe. In der Hypnose kann es gelingen, den Symbolcharakter dieser Bilder zu entschlüsseln, um sie für das innere Wachstum eines Menschen nutzbar zu machen.

 

Vor einer therapeutischen Hypnose braucht man keine Angst zu haben. Man wird in einer Hypnose nichts sagen, was man nicht sagen möchte.

 

In eine therapeutische Hypnose kann man nur hinein geführt werden, wenn man auch möchte.

 

Eine Trance kann nur gelingen, wenn man zusammen mit dem Therapeuten bereit ist, diesen Weg auch zu gehen.

 

Hypnose führt meist in ein Stadium von Tiefen-Entspannung, in eine Phase des Erfahrens von Ruhe und Gelassenheit. Dies gilt als Grundlage für eine Stärkung des Selbst.

 

Hypnose verschafft innere Stabilität, Mobilität und Flexibilität. Sie führt oftmals in einen Weg des Erkennens der eigenen Fähigkeiten. Hypnose leistet gute Dienste bei der inneren Korrektur von eigenen, schlechten Erfahrungs- und Erinnerungszuständen. Sie kann dabei helfen, die tief liegenden, inneren Ursachen aufzufinden und zu bearbeiten. Unter Hypnose kann es gelingen, eigene dysfunktionale Muster aufzuspüren und zu bearbeiten. Hypnose hilft bei dem Entwurf von neuen Lebensperspektiven und bei der Konstruktion einer positiven Zukunftsorientierung.

 

Hypnose in Kombination mit anderen psychotherapeutischen Verfahren, z.B. wie Gesprächstherapie, Ego-States-Therapie u.a., in eine Behandlung einzubeziehen, eröffnet neue Möglichkeiten auf dem Weg einer Hilfe zur Selbsthilfe.

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